Muttertag – Tag der Rosen…

Muttertag ist ja immer wieder die Gelegenheit, Rosen zu verschenken.

Ich geniesse die Pracht dieser schönen Blumen immer wieder aufs Neue. Hier – in Ecuador – im Rosenland!!

Eigentlich muss ich gestehen, dass ich nie so auf Rosen stand, viel eher auf Sonnenblumen oder Blumen, welche stark duften, wie Flieder.

Aber hier in Ecuador muss man sich einfach in diese Blumenart verlieben.

Wir haben das Glück, dass ein Ehepaar, welches in die Heilsarmeegemeinde in Cayambe geht, eine Rosenplantage besitzt und wir so diese Produktion  live verfolgen können.

Nicht genug damit, jedesmal, wenn wir sie besuchen, darf ich mich mit 1 – 2 Rosensträussen  beschenken lassen.

Segundo und Sandra liefern ihre Rosen nach Russland. Sie müssen  deshalb meistens langstielig sein  ( 50cm – 1.20m) , da die Russen diese gerne so wollen.

Die Farben werden dem Wunsch der Kunden angepasst,  gepflanzt und grossgezogen. Sie liefern Rosen in den Farbtönen weiss, rot und orange / rot. Eben sind sie daran eine Farbe lila zu züchten.

Der besondere Stolz ist bei einer roten Rose, welche sich öffnet, danach aber 4 Wochen in derselben Öffnung bleibt, ohne zu verblühen. Dies ist eine sehr gesuchte Sorte, Segundo und Sandra haben diese mit Erfolg anpflanzen können.

Der Vertrag mit dem Kunden besteht in diesem Geschäft mündlich, was bedeutet,  dass es wirklich auf Vertrauen beruht, ob der Kunde wirklich bezahlt und wieder bestellt.

Mit viel Liebe wird auf dieser Plantage gearbeitet, das gesamte Wissen und Erfahrung in den Betrieb gesteckt, in dem nun auch der Schwiegersohn mithilft.

Für diese Rosen,  die in der Schweiz für  8 Franken per Stück verkauft werden, bekommt Segundo   50 – 60  Rappen.

Viel Arbeit steckt dahinter. Anpflanzen, veredeln ( die edle Sorte wird eingepfropft), gedüngt, gespritzt ( mittlerweile mit biologischen Mitteln), geschnitten, „gewaschen“, sortiert, zum Strauss zusammengepackt, geschnitten, gekühlt, verpackt.

Innert 3 Tagen nach dem Schnitt werden sie verschickt.

  • Dies sind Segundo und Sandra, welche die Plantage mit viel Liebe und Begeisterung bearbeiten.
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Fanesca – DAS Ostergericht in Ecuador!

Fanesca  das Ostergericht in Ecuador!
Jedes Land hat so seine Ostertraditionen, und so auch Ecuador.
Fanesca darf nicht fehlen an Ostern. So wurden wir auch immer wieder gefragt, ob wir dieses Essen schon probiert hätten. Letztes Jahr waren wir über Ostern überraschenderweise zurück in der Schweiz, doch dieses Jahr, ja, da konnten wir es nun wirklich miterleben. Dieses Gericht wird vorwiegend an Karfreitag gegessen.
Es ist eine Art dicke Suppe mit vielen Hülsenfrüchten, auch Fisch ( wer es liebt)
Wie es zu diesen Zutaten zu diesem Gericht gekommen ist, beruht auf verschiedenen Versionen.
Zum Einen erzählt man sich, dass die 12 verschiedenen Hülsenfrüchte die 12 Apostel repräsentieren, welche ja an Karfreitag noch zum letzten Mal mit Jesus gegessen hatten.
Die andere Version erzählt, dass Jesus sich im Tempel so erzürnt hatte, weil dieser für Geschäfte missbraucht wurde, dass er die Tische der Händler umgestossen hatte. Die Fanesca wiederspiegelt das Durcheinander der Getreide und Hülsenfrüchte am Boden, nachdem Jesus die Tische umgestossen hatte.
Welches nun die richtige Erklärung ist, und ob noch mehr existieren sei dahingestellt, auf jeden Fall ist es ein wunderbares Gericht, und wir garantieren euch: nach diesem Essen hast du auf eine lange Zeit keinen Hunger mehr!
Da die Zubereitung sehr aufwändig ist, heisst es doch, die verschiedenen Hülsenfrüchte zu kochen und zu schälen, und die Verzierungen anzufertigen, ist es ein richtiger Familienanlass. Alle helfen mit, es wird erzählt, geplaudert und gelacht, und am Schluss alles gegessen!
Die Zutaten sind:
– Garbanzo = KichererbsenDSC01605
– Arvejas = Erbsen
– Chocha
– Choclo = Maiskörner
– Frejol blanco + rojo =
weisse und rote Bohnen
– Mani = Erdnüsse
– Lentejas = Linsen
– Habas = Limabohnen
– Melloco = ecuadorianische Knollenart, wie kleine Kartoffeln
– Zambo = weisser Kürbis
– Zapallo amarillo = Kürbis
– Milch / Rahm / Reis / Fisch je nach Belieben

 

 

 Zusammen werden die Hülsenfrüchte geschält Die „ Dekorationen“ aus Teig werden hergestellt

 

 

 

 

 

 Die Fanesca ist gekocht
Zur Dekoration gehören: Paprikastreifen, ein Peperonciniringli, Ei, Frischkäse, Frühlingszwiebel lustig eingeschnitten, frittierte Kochbananen, und die kleinen Teigdekos wie „Empanaditli“, Teigringli und ein Petersilienblatt.

 

Das ist also Fanesca! Der Eingangsteller, man kann ihn natürlich wiederholen!

Der 2. Teller heisst Molo, und beinhaltet etwas Salat, Kartoffelstock und die obligaten Dekorationen.

 

 

Zu guter Letzt, als Dessert gibt es Feigen, in einem Zuckersirup gekocht, mit Frischkäse.

Wenn da noch einer Hunger hat danach!!

Durch unsere Freunde, die Familie Ortiz, erleben wir die Vielfältigkeit der ecuadorianischen Küche, aber auch die Traditionen des Landes und ihre Geschichte.

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Die „Viejos“….

 

Das alte Jahr ausklingen lassen in Ecuador ist etwas Besonderes. Es ist Tradition, die „Viejos“ zu verbrennen. Damit ist das Alte, das Schlechte gemeint. In Form von Puppen werden diese Viejos dargestellt. Jede Familie macht sich so eine Puppe. Alte Kleider werden mit Papier gestopft und Beine und Arme angenäht. Zu guter Letzt wird dann dem Kopf noch eine Maske verpasst.

Vor den Häusern sieht man den „Viejo“

Dr Viejo wird genäht

Der Viejo wird genäht

     

 

 

 

 

 

Kurz vor Weihnachten werden dann auf der Strasse und überall Masken verkauft für die Viejos.

Auch Autos werden damit geschmückt .

Autodekorationen

In diesem Jahr ist uns die Vielfalt der  Puppen aufgefallen. An der Küste wimmelte es nur so von verschiedenen Sujets. In allen Grössen und Farben waren sie zu haben. Meistens werden sie ja selber gemacht, doch scheinbar gilt es auch hier, etwas möglichst Ausgefallenes zu ergattern.

   

  Am Silvester selber kommt man mit dem Auto kaum mehr  durch die Stadt. Da sind nämlich die „Viudas“, die Witwen unterwegs. Das sind junge Männer, verkleidet und geschminkt wie Frauen, welche die Strassen sperren, die Autos aufhalten und mit anzüglichem Gehabe die Autofahrer dazu anhalten, für den Durchgang zu bezahlen. Man tut gut daran, möglichst viel Münz bei sich zu haben, um sich die Weiterfahrt zu sichern. Ein junger Austauschstudent hatte uns erzählt, dass er von seiner Gastfamilie motiviert wurde, sich zu verkleiden, und so hatte er gegen die 50 US$ verdient an diesem Tag. Uns erinnerte das Gesamte eher an eine Streetparade . Aber amüsant ist es nach wie vor, all dem Treiben zuzuschauen.Im Stadtzentrum von Quito dann ist es wie an der Fastnacht. Die Menschen tummeln sich verkleidet. Und man entdeckt alle Sujets. 

Der Rest...

Der Rest..

Es ist nicht nur in Quito so. Im ganzen Land vollzieht sich dasselbe.Was übrig bleibt ist der Aschenhaufen, auf Trottoirs und Strassen.  Und was haben wir gemacht, am Silvester?  Tja, typisch schweizerisch….!

Was wohl…?

               Etwas symbolisches hat es ja schon dieses Verbrennen des Alten. Es ist gut, das Alte hinter uns zu lassen und  das neue Jahr unbelastet und neu anzufangen.  Wie gut ist es da, Gott zu kennen. Er vergibt, und das Alte ist vergangen….siehe , es ist Alles Neu geworden.In diesem Sinne, euch allen ein gutes, gesegnetes, neues Jahr 2013.

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6. Dezember: Viva Quito!!

 

 

 

 

 

 

 

Que viva Quito!! Der 6. Dezember ist das grosse Fest von Quito! Jedes Jahr schmückt sich die Stadt mit Fahnen ( letztes Jahr auch mit Rosen).   

 Den Namen „Quito“ hatten die Spanier bereits mit ihrem ersten Anlegen an der ecuadorianischen Küste im Jahre 1527 gehört.das magische Wort wurde für sie bald zur fixen wahnvorstellung von Gold in Hülle und Fülle.

Dies erklärt auch das   übereilte Eintreffen des Capitan Sebastian de Benalcazar, der zum ersten Mal am 10. Juni 1534 in die abgebrannte Stadt kam. Seine Enttäuschung war gross, als er nicht ein Brösmeli Gold zwischen den rauchenden Trümmern vorfand.  Diego  de Almagro,  der Benalcazar   zuvorkommen wollte, erreichte Quito einen  Monat später, am 6. Juli 1534. Nach einigen Scharmützeln mit den  Indios  kehrten beide nach Riobamba zurück, um sich gemeinsam gegen Pedro de Alvarado zu stellen, der sich ebenfalls an den Schätzen bereichen wollte. Kurz darauf wurde schliesslich in Riobamba die erste offizielle Stadtgründung von Quito vorgenommen.

Am 6. Dezember 1534 wurde dann  knapp 200km  nördlich  davon das eigentliche San Francisco de Quito von einem resignierten Benalacazar wieder gegründet, “ im Namen Gottes und Don Carlos, des ewig erhabenen Kaisers und König von Kastilien und Leon“ .

 

 

 

 

 

 

Die Ecuadorianer sind begeisterte Theaterzuschauer. Hier am Plaza Grande, beim Regierungsgebäude werden an solchen Tagen hunderte von Leuten unterhalten. Auch Strassenmusikanten sind zu finden.

Das typische Essen sind Empanadas de Morocho. ( Maisempanadas) Und Papas de Locro. Eine feine Kartoffelsuppe mit Käse und Avocado.

Viele Aktivitäten laufen aber schon am Wochenende, das dem 6. Dezember vorausgeht. Stierkämpfe waren eigentlich die Tradition in Quito.Waren…denn seit diesem Jahr sind sie verboten, da die Toros beim Kampf getötet wurden. Und da Tierschützer sich aktiv machten, gehört dies nun zur  Vergangenheit.

   

 

 

 

 

 

                                                Alte Kirchen aus der Kolonialzeit                                                                                                                               Blick auf Quitos Panecillo mit der Marienstatue

 

 

 

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Marktimpressionen in Otavallo ( 1. Nov. 2012)

So ein Markt ist schon etwas Faszinierendes:Otavallo ist bekannt dafür. 1 1/2 Stunden von Quito entfernt, zu Füssen des Imbabura, liegt dieses Städtchen, das durch die fleissigen und stolzen Indios bekannt ist. Da werden Stoffe gewoben, Kleider und Taschen genäht, Bilder gewoben und gemalt. In aller Welt werden diese Handwerke verkauft. Und die indigenas  von Otavallo sprechen auch ganz stolz englisch. Die Tradition der Kleider haben sie behalten, die Frauen kleiden sich traditionell mit langem Jupe und weisser, bestickter Bluse, mit Flügelärmeln. Die Männer kleiden sich mit weissen Hosen und der Stolz ist das lange Haar, zu einem Zopf zusammengebunden.

Am Samstagmorgen hat es zum „normalen“ Markt, auch die Feria del Ganado, wo vom Hühnlein zur Kuh alles verkauft wird.

Sauen in allen Grössen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cuys = Meersäuli

hier wird über den Preis verhandelt

Um als Delikatesse verspiesen zu werden

Um als Delikatesse verspiesen zu werden

Männertradition

Mit Huhn auf Einkauf

 

 

 

 

 

 

 

Soviele Sujets…so viele Farben….soviele interesante Gesichter…! Das reizt zum Fotografieren!Nicht nur die Handarbeiten laden zum Staunen ein, auch die Menschen selber.

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Ein Jahr Ecuador! ( 5. Oktober 2012)

Genau ein Jahr ist es nun her, seit wir todmüde und gespannt auf all das Neue, am  Flugplatz Quito ankamen. Vieles hat sich verändert. Neues ist Vertraut geworden und unterdessen haben wir viele Kontakte geknüpft. So ist doch schnell alles ganz anders.Wir sind Gott dankbar für all das Erlebte. Manches war schwer, und das Heimweh ist nicht zu übersehen. Und doch wissen wir, dass es gut ist so, und dass Gott uns  hier brauchen kann und will. Immer wieder erfahren wir Ermutigung zur rechten Zeit, sei es durch Menschen, Briefe, Telephone ( per Skype) oder Gottes Wort.

Ecuador ist ein schönes, vielfältiges Land. Durch unsere Reisen zu all den Heilsarmeezentren dürfen wir es wirklich auch immer bewundern.

Der Sommer hier in Quito war sehr trocken und windig. Und wir staunten immer wieder über die gute Sicht. Die Vulkane präsentierten sich uns vielfach wolkenlos. Ein paar „Müsterli“: 

Der Altar

Der Antisana

Der Altar

 

 

 

 Cotacachi

 Das gibt doch schon so etwas wie Heimatgefühl, oder?

Gewagt haben wir es noch nicht, solche Monster zu besteigen. Obwohl Quito auf 2800m liegt, kostet es besonders Tabea ab einer Höhe von 3500m zu marschieren. Es geht zwar immer besser, aber der Anfang, einen 4000-er zu besteigen, war hart und frustrierend, besonders, da Tabea so gerne wandert.

Imbaburro

Imbaburro

Cayambe / Blick aus unserer Wohnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wollt ihr noch eine Abendstimmung sehen?

Dies ist im Oriente,  am Fluss Napo.

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ecuador ist wirklich ein Erlebnis!So gehen wir mit gutem Mut ins 2. Jahr!

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Ecuadorimpressionen / 30.August 2012

 Andere Länder, andere Sitten…

Markus macht eine Capacitybuilding in Geduld: ganz einfach gesagt: Er muss Pakete aus dem Ausland ( Zeitschriften aus der USA und Chile) auf der internationalen Post abholen. Das Divisionsbüro der Heilsarmee bekommt einen schriftlichen Avis, dass  4 Pakete aus dem Ausland abgeholt werden können. Markus  fährt 1/2 Stunden mit dem Auto zur Post. Bei der Post muss er bei der Info anstehen, um zu erfahren, ob die Pakete wirklich dort sind.  Schalter1 ( anstehen): Dokumente vom Zoll werden ausgedrückt, und Markus muss für 19 centavos ( Rappen) in die 800m entfernte Bank gehen. Er zieht eine Nummer und darf dafür 1 1/2 Stunden warten, bis er  diesen Betrag einzahlen kann. Zurück zur Post: Schalter 2 ( anstehen): dort bezahlt er für jedes  Paket 5 Dollar. Schalter 3 ( anstehen): Markus muss die Beläge der Zolleinzahlung, sowie die Quittung der bezahlten Pakete und nun auch noch alle Papiere der Vollmacht vorweisen. Diese Papiere sind folgende: Vollmacht des gesetzlichen Vertreters der Heilsarmee ( braucht es, da die Chefin der Heilsarmee Ecuador nicht Ecuadorianerin ist), Vollmacht der Mayorin Flores, als Heilsarmeechefin, Vollmacht für Markus, dass er die Pakete abholen darf. Kopien der Pässe der Mayorin und Markus, Kopie der Mehrwehrtwertsteuernummer der Heilsarmee. Wenn das alles in Ordnung ist, darf Markus am Schalter 4 ( anstehen) die Pakete abholen. Markus hatte Glück: er konnte gleich 2 der 4 Pakete mitnehmen. Die anderen 2 Pakete durfte er 3 Tage später abholen. Mit demselben Prozedere, versteht sich!! ( Total 2x  5 Stunden).

Beim 2. Mal fehlte die Passkopie der Mayorin. Da Markus aber durch seine gesprächige  und witzige Art einen gewissen Bekanntheitsgrad  in der Post erworben hatte, musste er nicht nochmals  zurück, sondern er konnte ins Büro telephonieren, damit von der Division aus die Kopie  gemailt werden konnte. Als dieses Mail in der Post ankam, durfte er die Pakete mitnehmen.

Strassenbau ist des Präsidenten Themas. Überall wird gebaut, und das Hauptnetz ist wirklich gut ausgebaut. Das heisst, wo bauliche Schwierigkeiten sind,wie z. Bsp. Engpässe, Brücken, bleibt das Alte bestehen, und die neugemachte Strasse geht bis dazu und davon weg. Das bedeutet, dass an solchen Stellen vorsichtig gefahren werden muss…….

Neuerdings gibt es Tempolimiten, doch die Schilder fehlen, oder dort, wo es sie gibt,ist das Gesamte etwas willkürlich angeordnet. (bei bewohnten Strassen kann z.Teil 90 – 100 km gefahren werden,  bei landwirtschaftlichen Gegenden  30 – 50km) Ebenso die Strassenmarkierung. So fuhr doch Markus am letzten Samstag von Guayaguil nach Manta auf einsamer Strasse, hinter einer Camionetta. An einer übersichtlichen Stelle überholte er das 50 km fahrende Auto( es war  90 km-Limite ),  bei ausgezogener Sicherheitslinie — wie es in Ecuador üblich ist. Dummerweise war das Auto ein Polizeiauto, gefüllt mit 4 Polizisten, welches Markus danach mit Blaulicht stoppte. Markus musste alle Ausweise abgeben, danach stieg die Chefin aus dem Auto und erklärte, dass man bei  einer ausgezogenen Sicherheitslinie nicht überholen darf. Sie verzichte aber auf eine Busse, er solle aber in Zukunft darauf achten!!  Markus erwähnte wohlweislich nicht, dass er dies erst hier in Ecuador gelernt hat…..!!

Es wird tatsächlich kriminell gefahren. Vor Allem Überlandb

usse haben keine Hemmungen in unübersichtlichen Kurven und engen Stellen zu überholen. So wird man entweder knapp überholt oder muss damit rechnen, dass ein Gefährt auf der eigenen Strassenseite entgegenkommt. In der Nacht ist es oft so, dass die Fahrzeuge ungenügend oder ohne Licht herumfahren.Pica y Placa: wegen dem grossen Verkehrsaufkommen dürfen zu den Stosszeiten gewisse Autos nicht in der Stadt Quito rumfahren. Die letzte Zahl der Autonummer bestimmt dies. 1+2 dürfen montags zw. 7.00h-9.30h und 16.00 – 20.30h nicht fahren. 3+4 haben  dienstags Sperre, 5+6 mittwochs…usw.  Mit der 2 müssen wir montags darauf achten.

Der Führerschein muss alle 5 Jahre aktualisiert werden. Mit guten Beziehungen kann man aber auch dies aber auch gütlich regeln. Im Auto muss auf den Vordersitzen die Gurten angeschnallt werden. Hinten nicht. Es gibt eine Vorschrift, wieviele Personen in einem Auto mitgeführt werden dürfen. Vom Gesetz her ist es verboten, auf der Ladebrücke Personen mitzuführen……ha, ha.

 Doch das ist die gängige Transportart……

Die Fahrzeuge werden gefüllt

Ein Familienfahrzeug…..

 

So geht es natürlich auch….

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1. August wiit ewäg vom Schwiizerländli….

Gruppe beim Ausflug zum Pululahuakrater

So schnell vergeht die Zeit und aus Februar ist August geworden. Aus unserem Rundbrief habt ihr sicher erfahren, was unterdessen alles so gelaufen ist. Und natürlich noch viel mehr….! Die letzte Zeit war wirklich sehr gefüllt mit  Arbeit. Im Mai hatten wir ein 2. Team aus der USA hier, mit welchem wir in Guayaguil/ Flor de Bastion, Bauarbeiten verrichteten. Vom 21. – 28. Juli war nun ein weiteres Team hier, aus Miami, welches im Korps Quito Sur bei Kinderarbeit und den Abuelitos mithalf. Diesmal musste Markus alleine den Führer spielen, da ich anderweitig beschäftigt war. 180 Kinder und Abuelitos waren  in dieser Spezialwoche, und trotz verschiedener Sprache, verstanden sie sich sehr gut. Wir staunen immer wieder ob diesen Einsätzen, dieser Teams, die bereit sind, Ferien herzugeben, und noch zu bezahlen, um  einen solchen Dienst zu tun.   Diese Gruppe kam aus verschiedenen anderen Kirchen, und kannte die Heilsarmee nur vom Hören her.

Jeder konnte seine “ Handschrift“ verewigen

  

ob alt oder jung

   

 

 

 

 

 

 

In dieser Zeit war ich in Manta im Einsatz, wo ich 5 Tage im Mädchenhaus half, da die Offiziere vorübergehend fort waren. So eine Zeit mit Teeniefrauen kann aber ganz schön fordernd sein. Aber wir hatten es wirklich gut miteinander. Wir waren natürlich auch mal im Meer baden.

Am Strand in Manta

Da das Mädchenhaus aus Mangel an finanzieller Unterstützung vom Staat Ecuador, Ende Jahr geschlossen wird, sind momentan nur noch 6 Mädchen mit 2 Bébés dort. Im nöchsten Jahr soll ein neues Projekt gestartet werden: Prävention. Nach wie vor ist die Soziale Gewalt enorm hoch. Frauen und Kinder werden misshandelt und auch missbraucht. Vielfach ist das der Sprung in Drogen und Alkohol. Oder die Folge davon. In ganz Ecuador ist dies ein Riesenproblem. Aber besonders im Manabi, wo Manta  liegt. So ist also Prävention bitter nötig. Darin wird sich die Heilsarmee in  Zukunft stark machen.Im Moment bin ich am Erarbeiten des neuen Projekts…….da gibt es viel zu bedenken, Kontakte zu schaffen usw……

 Zum ersten Mal in unserer Geschichte erlebten wir eine 1. Augustfeier im Schweizerclub. In unserer Zeit in Argentinien war für es  uns damals   unerschwinglich gewesen, so etwas mitzumachen. Hier aber genossen wir es, und waren auf all die Kontakte gespannt. Nebst Härdöpfelsalat ( juhui- kein Reis!!), Servelat ( eher wie Schüblig), Bratwurst und sonstigem Fleisch, war auch ein Schweizerkünstler da und erheiterte mit seiner Show. Die Schweizer Botschaft hatte ihn eingeflogen.( er geht dann noch an 3 andere Orte zu 1. Augustfeiern).Wir waren überrascht, dass die Mehrzahl der Mitglieder viele Jahre schon hier in Quito leben. Und es war interessant, zu hören,in was all die verschieden Schweizer tätig sind. Die Ansprache der Bundespräsidentin wurde  übertragen mit der Hymne. Zum Schluss war noch das 1. Augustfeuer.

Der Sommer in Quito bringt viel und starken Wind. Und es regnet praktisch nicht mehr. Es kann schon 20° – 25° werden und das ist sehr angenehm ( mal keinen Pulli zu tragen, oder Jacke). Durch den Wind, der mit dem Schweizerföhn zu vergleichen ist, sind die Vulkane und Berge zu greifen nah. Das ist wirklich wunderschön, und das entschädigt uns dafür, den Geburtstag des Schwiizerländli nicht in der Heimat zu erleben……..

Cotopaxi

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23. Februar 2012

Wie die Zeit doch vergeht! Schon lange haben wir keine Nachricht mehr hinterlassen. Doch erlebt haben wir Vieles! Diejenigen, welche den Newsletter erhalten sind ja auf dem Laufenden, was über Weihnachten alles passierte, und nun haben wir schon Februar. Immer noch ist  Winter in Quito, das heisst, dass es mal mit Sonnenschein 21°Grad sein kann, aber kaum regnet es, und das tut es jeden Tag, kühlt es auf 8-10°Grad ab, was wir besonders im Büro empfindlich spüren. Die Häuser haben keine Heizungen, sodass wir halt mit dem Gasbackofen heizen müssen.(bei uns zu Hause).   

Wir haben eine schöne Wohnung, gleich 5 Min. von der Divisionsbüro der Heilsarmee entfernt. Das ist natürlich sehr praktisch, denn der Verkehr ist ein Riesenproblem hier in Quito. Am Morgen, zu den Stosszeiten wälzt sich eine Blechlawine durch diese grosse, langezogene Stadt, und jeder, der nicht weit reisen muss ist glücklich! Von unserer hellen Wohnung aus, sehen wir auf den Pinchincha(ca. 4200m), und wenn es klar ist, auch den Cotopaxi, den Cayambe und auch auf den Flugplatz, der gleich 5 Min. zu Fuss von uns entfernt ist. Doch da wir seitlich vom Flugplatz sind, hören wir sehr wenig von den Flugbewegungen. Doch ab und zu geht ein wehmütiger Blick den fortfliegenden Flugis nach….! Dank unserer grosszügigen Wohnung haben wir auch gäbig Platz für Besuch, was auch schon benutzt wurde. Bei der Auswertung des Projektes in Manta( des Frauenhauses), kamen  2 Projektkoordinatorinnen aus der Schweiz und eine aus England, welche dann bei uns logierten. Oder 4 junge Frauen besuchten uns von Peru aus. Das freut uns , denn wir haben gerne ein offenes Haus.

Doch es geht uns gut hier in Ecuador. Immer wieder haben wir interessante Begegnungen und staunen über die Kontakte. Wir werden oft angesprochen( natürlich auch dank unserem Gringo-Aussehen), oder wir sprechen mit den Leuten, was sie sehr schätzen. Sei es Buschauffeur, Bauer oder Restaurantsbesitzer, immer wieder gibt es Interessantes zu erfahren. Mittlerweile orientieren wir uns im Lande auch schon besser und wissen, wo in etwa was liegt. Für uns ist es auch ein Riesengeschenk, dass wir uns mit unseren Sprachkenntnissen so  verständigen können. das Englisch, können wir gut gebrauchen, obwohl wir zuerst befürchteten, es nicht mehr gebrauchen zu können. Übers Neujahr war ein Team von jungen Menschen hier aus der USA, welches wir begleiteten. Bei der Evaluation von Manta konnten wir auch unser Englisch  gebrauchen, und natürlich bei der Korrespondenz innerhalb der Heilsarmeeorganisation sind wir dankbar dafür. Eine Tolle Sache, so Sprachen zu können!

Das Team mit 21 jungen Heilsarmeemitgliedern( Salutisten) kam am 31. Dezember 2011 hier in Quito an, für 1 Woche hatten sie sich bereit erklärt, sich einzusetzen, wo es es nötig ist. Mit Joe, dem Koordinator, hatten wir La Colmena ausgewählt, ein Heilsarmeezentrum mit Kinderprogramm und dem Projekt der alten Leute. Es berührte uns sehr, mit welcher Begeisterung sich diese jungen Menschen einsetzten. An einem Tag wurden die Räume im Zentrum geputzt und Tische und Stühle neu gestrichen. An dem Tag mit den älteren Leuten, war ein Beautytag geplant. So wurde ihnen die Haare gewaschen und geschnitten, die Nägel geschnitten und bemalt, und sogar die Füsse wurden ihnen gewaschen. Die Jungen fanden sich nicht zu schade, dies zu tun. Es wurde auch sehr geschätzt. Es wurde dabei gesungen, Hand und Fussmassage gemacht, sodass es eine ganz entspannte Atmosphäre ergab. Am selben Nachmittag wurden in Gruppen einige Abuelitos besucht. Das war etwas vom Eindrücklichsten für diese jungen Amerikaner. Diese Armut, diese Bescheidenheit, dieser Schmutz, diese Not!! So etwas hatten sie noch nie gesehen. Auch wir, Bobesch und ich, die wir doch schon Einiges gesehen hatten, waren betroffen von dieser Armut.

 

 

 

 

Im März kommen nun 2 junge Frauen aus diesem Team für 3 Monate nach Ecuador, als  Freiwillige. Sie werden in Manta im Frauenhaus und in der Schule ( fürs Englisch, das ist enorm wichtig für die Publicity der Schule!) mithelfen. Das ist doch grossartig, dass daraus solches resultiert!

Ein Ausflug nach Mindo ( ca. 2 Stunden von Quito entfernt) gehörte auch dazu, was  bei den Jungen  sehr  ankam. In voller Natur konnten sie entweder mit einer Tarabita ( Gefährt an einer Seilbahn) über eine Schlucht zu verschiedenen Wasserfällen gelangen, oder über 3 km lange Ziplines sausen.

 

 

 

 

 

 

Vieles ist so nah beieinander: Die Not und das Frohe, die Armut und der Reichtum.

Wir sind Gott so dankbar für Alles, was wir haben, erleben  und weitergeben dürfen.

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17. November 2011

Unser Quartier hat schon ein Gesicht bekommen. Es ist schon interessant, dass einem eine Gegend anders vorkommt, wenn man sie kennt. So begegnen wir auf dem Weg von unserer Wohnung zum Büro im Hauptquartier der Heilsarmee Ecuador Menschen, die uns langsam bekannt sind. Da ist die Coiffeuse,oder die Securitasmänner, die bei unserem Quartier patrullieren. Die jungen Männer, die am Morgen immer am selben Ort sitzen und freudig zurückgrüssen, die Frau im Bäckerladen oder die Indiofrau im Gemüseladen. Wir hörten anfangs recht viele Schauergeschichten über Überfälle und bedrohte Diebstähle. Das ist auch so. Gleich um die Ecke wurde die Frau im Bäckerladen morgens um 6 Uhr  mit einem Messer bedroht . Und Majorin Flores wurde am Morgen um 5 Uhr, als sie ein Taxi suchte, von einem Typ angegriffen und bedroht. Wir waren am Anfang überaus vorsichtig und fast ängstlich. Mit unserem Gringo-Aussehen sind wir halt auffällig!! Umsomehr rechnen wir bewusst mit  Gottes Schutz  und bitten  bewusst darum. 

Langsam  lernen wir immer mehr von Quito, aber auch Ecuador kennen. So haben wir Reisen nach Guayaquil, Manta und Esmeraldas gemacht, und morgen fahren wir nach Guamote, um das Wasserprojekt dort kennenzulernen. Immer wieder sind es Busreisen von 5-10 Stunden. Langsam wissen wir, welchen Sitz  nehmen , damit wir auch mal die Beine strecken können. Wir sind halt einfach grösser als die Ecuadorianer…

Anfangs November waren hier 4 Feiertage, an welchen ein  Jugendlager  stattfand. Um die 9o Jugendliche aus ganz Ecuador kamen zusammen. In Santo Domingo hat die Baptistenkirche ein Lagergelände mit Schwimmbad, welches benützt wurde. Das ist 3 Stunden von Quito entfernt, ziemlich zentral gelegen zwischen Küste und Sierra. Wir konnten so die Jungen und die verschiedenen Heilsarmeeoffiziere (Pastoren) kennenlernen. Wir staunen immer wieder ob der „Eitelkeit“ der  jungen Leute, aber auch der Frauen. Da bin ich (Tabea) gerade mal ein Landei dagegen. Z.Bsp. ist es wichtig, sich zu schminken, oder die Nägel zu pflegen, diese zu lackieren und wennmöglich mit Sujets zu verziehren. ( als Pflegfachfrau habe ich dagegen immer kurze, unlackierte Nägel). Bauklötze staunten wir, dass bei jeder Heilsarmeezusammenkunft ein Bügeleisen im Gepäck mitgenommen wird. Warum? Es ist wichtig, ein gebügeltes Hemd oder Bluse zu haben!! Sogar die Jungen im Lager benützten dies, und egal ob Junge oder Mädchen, alle machten sich an die Arbeit. Die Frauen können sich sehr schick anziehen und legen grossen Wert darauf.

Die sind an der Arbeit

Die Jungs sind an der Arbeit

Und nun die Mädchen.....

 

Heilsarmee-Uniform nach Guamote-Art

Jeder musste die Person mit dem ergänzenden Herzstück finden

 Als alte Lagerfreaks war es natürlich interessant, zu sehen, wie andere das Lager vorbereiten unddurchführen.                                        Nun werden wir morgen nach Guamote, südlich von Quito reisen. Dort wird es etwas ländlicher und traditioneller sein, als hier in Quito.

 

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